Holsten-Areal, 22765 Hamburg hallo@knallt-am-dollsten.de

Kaufvertrag zwischen SAGA und Quantum – und viele Fragen offen!

Am 23. Februar 2026 gaben die Quantum Immobilien AG und das städtische Wohnungsunternehmen SAGA bekannt, dass sie einen Vertrag abgeschlossen haben, der den Ankauf von 700 schlüsselfertigen geförderten Wohnungen und den entsprechenden Grundstücken auf dem Holstenareal durch die SAGA beinhaltet. Was als Fortschritt nach jahrelangem Stillstand auf der Bauchschmerz-Brache (MOPO) erscheint, wirft eine Reihe von Fragen auf:

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Zeitzeug*innen-Café zum Holstenareal

Hefegeruch, Flaschengeklirre und früher sogar Pferdegewieher – wo heute noch Schuttberge liegen, war einst die größte Brauerei Altonas, die Holsten-Brauerei. Wir haben interessierte Zeitzeug*innen zu einem Austausch eingeladen, die z.B. früher einmal bei der Holsten-Brauerei gearbeitet oder in ihrer Nähe großgeworden sind, und sind gemeinsam in die Vergangenheit des Areals und seiner Umgebung eingestiegen.

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Dauerbaustelle Holstenareal: Interview Tide TV

Im letzten Dezember führte Julius Drinkuth für TIDE ein ausführliches Interview mit Theo Bruns von der Initiative »knallt am dollsten« zur aktuellen Situation rund um das Holstenareal nach dem Verkauf an Quantum und HanseMerkur Grundvermögen. Themen waren u.a.: Warum der erneute Verzicht der Stadt auf das Verkaufsrecht an dem Grundstück ein großer Fehler ist und welche Herausforderungen sich stellen, um doch noch ein soziales, inklusives, denkmalgerechtes, klimaverträgliches und lebendiges Quartier zu ermöglichen. Das Interview (Kamera: Vladyslava Ilchenko; Redaktion: Katrin Jäger) ist nun online bei YouTube verfügbar.

Shame on you, Senat Hamburg! Stadt verzichtet auf Vorkaufsrecht

Wir haben es befürchtet. Wir haben davor gewarnt. Und können es doch kaum fassen: Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg wiederholt den historischen Fehler von Olaf Scholz, der 2016 auf das Vorkaufsrecht am Holstenareal verzichtet hatte – mit den bekannten desaströsen Folgen. Dies ist aus unserer Sicht wider alle Vernunft und ein schlechtes Omen für die Standfestigkeit der Hamburger Politik, wenn es demnächst um den städtebaulichen Vertrag und den Bebauungsplan für den zukünftigen Stadtteil gehen wird.

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Vorkaufsrecht am Holstenareal wahrnehmen: Wann, wenn nicht jetzt!

Nach wie vor wird von interessierter Seite – wie zuletzt von der Finanzbehörde oder auf Instagram von den Grünen – kontrafaktisch der Eindruck erweckt, die Stadt sei via SAGA quasi Miteigentümerin des Grundstücks. Wir halten diese Behauptung für eine bewusste Irreführung der Öffentlichkeit, um das Vorkaufsrecht nicht ziehen zu müssen. Denn aus immer mehr Quellen wird uns das Gegenteil bestätigt. 
Wie bereits beim Esso-Häuser-Areal wird die SAGA erst später ins Boot kommen und nicht von Beginn an zu den neuen Eigentümern gehören. Das Areal bleibt damit ein Privatgrundstück. Eine weitere Bodenspekulation ist nicht ausgeschlossen. Nur die Inanspruchnahme des städtischen Vorkaufsrechts kann dies wirksam unterbinden.
Am 27. November tagt die Bezirksversammlung, auf der Die Linke und Volt einen gemeinsamen Antrag einbringen werden, der die gleiche Schlussfolgerung zieht und den wir folglich voll und ganz unterstützen. Und am 3. Dezember wird Quantum im Stadtentwicklungsausschuss erste Pläne für das zukünftige Quartier vorstellen. Wir rufen zur Teilnahme an diesen wichtigen Sitzungen auf und werden am 3. Dezember ab 17:15 Uhr eine Kundgebung vor dem Technischen Rathaus durchführen. Die entscheidende Phase um die Gestaltung des zukünftigen Holsten-Quartiers hat begonnen. Im Folgenden unsere aktuelle PM zum Thema:

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