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Kein Grund zum Jubeln - Städtebaulicher Vertrag zum Holstenareal

Städtebaulicher Vertrag zum Holstenareal, kein Grund zum Jubeln

Nun wird es ernst: Am 4. August 2021 hat der Planungsausschuss des Bezirks Altona die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans und des städtebaulichen Vertrags zum Holstenareal beschlossen. Die Eckpunkte der Einigung, die zwischen Bezirk und dem mittlerweile zur Adler Group gehörenden Investor Consus Real Estate liegen vor.

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Diskussionsveranstaltung, 17. August 2021, 19.30 UHR
Aula der Louise Schroder Schule, Thedestraße 100
(Eingang Billrothstraße)

Auf dem Podium:
Dr. Andreas Pfadt, HafenCity Universität, Fachbereich Stadtplanung
Heike Sudmann, MdHB DIE LINKE, stadtentwicklungspolitische Sprecherin
Theo Bruns, Holstenareal-Initiative „knallt am dollsten“
Niels Boeing, Netzwerk Recht auf Stadt Hamburg
Petra Barz, fux eG, Moderation

Coronabedingungen: Teilnahme nur mit Impfbescheinigung, Bescheinigung über Genesung oder einem aktuellen negativen Schnelltest. Maskennutzung!

Laut Vertragsentwurf sollen auf dem ehemaligen, vor fünf Jahren verkauften Brauereigelände 1.240 Wohnungen gebaut werden, die nach dem in Hamburg üblichen Drittelmix von gefördertem Wohnungsbau, frei finanzierten Mietwohnungen und Eigentumswohnungen aufgeteilt sind. 13,5 Prozent der Wohnfläche sollen an Baugemeinschaften vergeben werden. Zusätzlich ist ca. ein Drittel des neu bebauten Geländes für Gewerbe vorgesehen (Büros, Hotel, Kitas, Handwerkerhof, Einzelhandel, Läden).

Die Crux an der Geschichte: Durch den mehrfachen Verkauf des Geländes an wechselnde Investoren, die auf
die Erzielung einer maximalen Rendite ausgerichtet sind, ist der Grundstückspreis auf 320 Millionen Euro in die Höhe geschossen. In der Folge sind bei den zwei Dritteln nicht geförderter Wohnungen exorbitante Mieten von 20 Euro netto kalt/qm und mehr zu erwarten. Ist das zukünftige Holstenquartier damit für eine soziale und gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung verloren?

Was sind die Eckpunkte des Vertrages und was sagen die Kritiker*innen? Hätte es Alternativen zu dem Vorgehen von Senat und Bezirk gegeben? Welche Handlungsoptionen stehen jetzt noch zur Verfügung? Welche Konsequenzen sind für die Zukunft zu ziehen? Auf der Diskussionsveranstaltung am 17. August wollen wir diese Fragen gemeinsam diskutieren, unsere Kritik an den Planungen noch einmal formulieren und einen Raum bieten für andere Vorstellungen einer Bebauung des Holstenareals.

Neben den Podiumsteilnehmerinnen sind weitere stadtpolitische Initiativen eingeladen. Gemeinsam wollen wir beraten:

  • Wie können wir in Hamburg Raum schaffen für eine solidarische Stadtentwicklung jenseits des Primats von Markt und Profitmaximierung?
  • Wie könnte eine alternative Boden- und Wohnungsbaupolitik aussehen?
  • Wie gestalten wir urbane Räume für Wohnen, Kultur und Gewerbe, die dauerhaft der Kapitalverwertung entzogen und an den Interessen der Stadtbewohnerinnen und Nutzer* innen orientiert sind?
  • Wie schaffen wir die solidarische Stadt von morgen?

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