Am 20. Mai 2026 stellte Firmenchef Frank Gerhard Schmidt im Stadtentwicklungsausschuss Altona die Pläne von Quantum für das zukünftige Holstenquartier vor. Der Verlauf der Sitzung fügte sich leider in die negativen Erfahrungen ein, die wir bereits bei verschiedenen Gelegenheiten machen mussten. Obwohl erstmals seit dem Verkauf des Grundstücks an den neuen Investor im vergangenen Jahr die Grundzüge der neuen Planung öffentlich vorgestellt wurden, wurde dem anwesenden Publikum von der Ausschussvorsitzenden das Recht verweigert, eigene Fragen zu stellen und so über weitere Details Klarheit gewinnen zu können. Auch die Mehrheit der Ausschussmitglieder verhielt sich merkwürdig passiv und nutzte die Gelegenheit zum Nachhaken nicht.
Nach einem halben Jahr Geheimverhandlungen ist das ein schlechtes Omen für die Standfestigkeit der Politik, wenn es um die weiteren Verhandlungen mit dem Investor geht. Diesem wurde signalisiert, dass er mit ernsthaftem Einspruch seitens des Bezirks nicht rechnen muss, sondern frei schalten und walten kann.
Aus der Zusammenschau der verschiedenen Informationen, die uns vorliegen, konnten wir dennoch folgendes Bild der Neuplanung des zukünftigen Holstenquartiers gewinnen:
Ende Oktober 2025 wurde das Holstenareal an ein Konsortium aus Quantum und HanseMerkur Grundvermögen in Kooperation mit der SAGA und Haspa verkauft, Anfang April 2026 der offizielle „Eigentumsübergang“ an die neuen Besitzer vollzogen. Die jahrelange Hängepartie, deren Ergebnis die „Bauchschmerzbrache“ (MOPO) im Herzen Altonas war, scheint damit beendet zu sein. Es eröffnet sich damit die Chance, doch noch ein soziales, inklusives, denkmalgerechtes, lebendiges und klimaverträgliches Holstenquartier zu schaffen. Diese einmalige Chance müssen Senat und Bezirk Altona konsequent wahrnehmen, über den städtebaulichen Vertrag und Bebauungsplan ihren Gestaltungsauftrag wahrnehmen und die Öffentlichkeit in die Planung einbeziehen – im Interesse der Menschen, die in dem neuen Quartier zukünftig wohnen werden. Angesichts der neuen Entwicklung haben wir unsere Forderungen umfassend überarbeitet. Sie sind das Resultat aus sechs Jahren Engagement als Bürgerinnen-Initiative und des kontinuierlichen Austauschs mit zahllosen Menschen aus der Nachbarschaft, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Initiativen sowie Expertinnen zu den angesprochenen Themen.
Am 17. und 18. April fand im Gymnasium Lerchenfeld in Hamburg die Aktiko 5 unter dem Titel ZUKUNFT.MACHT.SINN statt. Die Aktiko ist ein Netzwerk zivilgesellschaftlicher Organisationen und Initiativen, die sich für eine sozial-ökologische Transfomation der Gesellschaft einsetzen. Sie veranstaltet zu diesem Zweck Konferenzen und organisiert Werkstätten.
Wir haben uns als Holstenareal-Initiative – gemeinsam mit Fairer Wohnstrom/GWÖ und GermanZero – auf der Aktiko 5 an einem Workshop zur SAGA beteiligt und mit einem Beitrag für eine gemeinwohlorientierte Reform des kommunalen Wohnungsunternehmens plädiert, der unter diesem Link nachzulesen ist.
Am 23. Februar 2026 gaben die Quantum Immobilien AG und das städtische Wohnungsunternehmen SAGA bekannt, dass sie einen Vertrag abgeschlossen haben, der den Ankauf von 700 schlüsselfertigen geförderten Wohnungen und den entsprechenden Grundstücken auf dem Holstenareal durch die SAGA beinhaltet. Was als Fortschritt nach jahrelangem Stillstand auf der Bauchschmerz-Brache (MOPO) erscheint, wirft eine Reihe von Fragen auf:
Hefegeruch, Flaschengeklirre und früher sogar Pferdegewieher – wo heute noch Schuttberge liegen, war einst die größte Brauerei Altonas, die Holsten-Brauerei. Wir haben interessierte Zeitzeug*innen zu einem Austausch eingeladen, die z.B. früher einmal bei der Holsten-Brauerei gearbeitet oder in ihrer Nähe großgeworden sind, und sind gemeinsam in die Vergangenheit des Areals und seiner Umgebung eingestiegen.
Unsere Initiative für eine Bebauung und Gestaltung des Holstenareals im Sinne einer solidarischen Stadtentwicklung startete am 25. Oktober 2020 mit einer gut besuchten Podiumsdiskussion in der Theodor-Haubach-Schule in Altona.
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Zuletzt aktualisiert: 31. Oktober 2026 von Astra
Quantum im Stadtentwicklungsausschuss, 1. Teil: Ein Trauerspiel
Am 20. Mai 2026 stellte Firmenchef Frank Gerhard Schmidt im Stadtentwicklungsausschuss Altona die Pläne von Quantum für das zukünftige Holstenquartier vor. Der Verlauf der Sitzung fügte sich leider in die negativen Erfahrungen ein, die wir bereits bei verschiedenen Gelegenheiten machen mussten. Obwohl erstmals seit dem Verkauf des Grundstücks an den neuen Investor im vergangenen Jahr die Grundzüge der neuen Planung öffentlich vorgestellt wurden, wurde dem anwesenden Publikum von der Ausschussvorsitzenden das Recht verweigert, eigene Fragen zu stellen und so über weitere Details Klarheit gewinnen zu können. Auch die Mehrheit der Ausschussmitglieder verhielt sich merkwürdig passiv und nutzte die Gelegenheit zum Nachhaken nicht.
Nach einem halben Jahr Geheimverhandlungen ist das ein schlechtes Omen für die Standfestigkeit der Politik, wenn es um die weiteren Verhandlungen mit dem Investor geht. Diesem wurde signalisiert, dass er mit ernsthaftem Einspruch seitens des Bezirks nicht rechnen muss, sondern frei schalten und walten kann.
Aus der Zusammenschau der verschiedenen Informationen, die uns vorliegen, konnten wir dennoch folgendes Bild der Neuplanung des zukünftigen Holstenquartiers gewinnen:
Mehr erfahrenZuletzt aktualisiert: 20. Juni 2026 von Astra
Die wilden 13: Unsere Forderungen für ein zukunftsfähiges Holstenquartier
Ende Oktober 2025 wurde das Holstenareal an ein Konsortium aus Quantum und HanseMerkur Grundvermögen in Kooperation mit der SAGA und Haspa verkauft, Anfang April 2026 der offizielle „Eigentumsübergang“ an die neuen Besitzer vollzogen. Die jahrelange Hängepartie, deren Ergebnis die „Bauchschmerzbrache“ (MOPO) im Herzen Altonas war, scheint damit beendet zu sein. Es eröffnet sich damit die Chance, doch noch ein soziales, inklusives, denkmalgerechtes, lebendiges und klimaverträgliches Holstenquartier zu schaffen.
Mehr erfahrenDiese einmalige Chance müssen Senat und Bezirk Altona konsequent wahrnehmen, über den städtebaulichen Vertrag und Bebauungsplan ihren Gestaltungsauftrag wahrnehmen und die Öffentlichkeit in die Planung einbeziehen – im Interesse der Menschen, die in dem neuen Quartier zukünftig wohnen werden.
Angesichts der neuen Entwicklung haben wir unsere Forderungen umfassend überarbeitet. Sie sind das Resultat aus sechs Jahren Engagement als Bürgerinnen-Initiative und des kontinuierlichen Austauschs mit zahllosen Menschen aus der Nachbarschaft, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Initiativen sowie Expertinnen zu den angesprochenen Themen.
Zuletzt aktualisiert: 21. April 2026 von Astra
Beitrag auf der Aktiko 5: Für eine gemeinwohlorientierte Reform der SAGA
Am 17. und 18. April fand im Gymnasium Lerchenfeld in Hamburg die Aktiko 5 unter dem Titel ZUKUNFT.MACHT.SINN statt. Die Aktiko ist ein Netzwerk zivilgesellschaftlicher Organisationen und Initiativen, die sich für eine sozial-ökologische Transfomation der Gesellschaft einsetzen. Sie veranstaltet zu diesem Zweck Konferenzen und organisiert Werkstätten.
Wir haben uns als Holstenareal-Initiative – gemeinsam mit Fairer Wohnstrom/GWÖ und GermanZero – auf der Aktiko 5 an einem Workshop zur SAGA beteiligt und mit einem Beitrag für eine gemeinwohlorientierte Reform des kommunalen Wohnungsunternehmens plädiert, der unter diesem Link nachzulesen ist.
Zuletzt aktualisiert: 26. Februar 2026 von Astra
Kaufvertrag zwischen SAGA und Quantum – und viele Fragen offen!
Am 23. Februar 2026 gaben die Quantum Immobilien AG und das städtische Wohnungsunternehmen SAGA bekannt, dass sie einen Vertrag abgeschlossen haben, der den Ankauf von 700 schlüsselfertigen geförderten Wohnungen und den entsprechenden Grundstücken auf dem Holstenareal durch die SAGA beinhaltet. Was als Fortschritt nach jahrelangem Stillstand auf der Bauchschmerz-Brache (MOPO) erscheint, wirft eine Reihe von Fragen auf:
Mehr erfahrenZuletzt aktualisiert: 4. April 2026 von Astra
Zeitzeug*innen-Café zum Holstenareal
Hefegeruch, Flaschengeklirre und früher sogar Pferdegewieher – wo heute noch Schuttberge liegen, war einst die größte Brauerei Altonas, die Holsten-Brauerei. Wir haben interessierte Zeitzeug*innen zu einem Austausch eingeladen, die z.B. früher einmal bei der Holsten-Brauerei gearbeitet oder in ihrer Nähe großgeworden sind, und sind gemeinsam in die Vergangenheit des Areals und seiner Umgebung eingestiegen.
Mehr erfahrenIntro
Unsere Initiative für eine Bebauung und Gestaltung des Holstenareals im Sinne einer solidarischen Stadtentwicklung startete am 25. Oktober 2020 mit einer gut besuchten Podiumsdiskussion in der Theodor-Haubach-Schule in Altona.
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